Abflug 15.11. nach Lissabon!?

Um 3.30 Uhr aufgewacht und kurz vom Hotel rübergesprungen zum Flughafen. Um 6.00 soll der Flieger erstmal nach Lissabon gehen, dann weiter über Rio nach Buenos Aires. Etwas aufgeregt mache ich mich auf den Weg zur Abfertigung, eingecheckt hatte ich schon. Und dann die Frage am Schalter: „ Einen Rückflug haben Sie auch? Ohne dürfen Sie nämlich nicht mitfliegen.“ Hatte ich nicht, war ganz stolz, das erste Mal im Leben nur Oneway gebucht zu haben.

Und nun? Ich sah schon die Hunderte Euro für einen kurz nachgebuchten Rückflug im Gulli verschwinden. Dann fiel mir (mit halbleerem Kopf um 4.30 Uhr morgens) ein, dass es wohl um die Begrenzung der Zeit in Argentinen geht. Ich hatte aber kurz vorher – eigentlich eher aus Vorfreude- schon die Weiterfahrt mit Schiff und Bus nach Montevideo, also Uruguay, mit Buquetbus gebucht. Das war dann nach 2 Telefonaten seitens der Angestellten der Fluggesellschaft meine Rettung. Ich bekam die Tickets bis Buenos Aires und auch mein Gepäck wurde durchgecheckt.

Puh, nochmal gut gegangen. Was für ein Anfang…30726CF6-D5EB-46B7-ADC7-AFC7CB3F23B1.jpeg

Die Flüge waren pünktlich, TAP fand ich aber nur mäßig empfehlenswert. Das Bordprogramm eher etwas, was vor 15 Jahren Eindruck gemacht hätte. Kein Programm, das ich mir individuell zusammenstellen konnte (keine deutschsprachigen Filme), kein Touchscreen und eine Buchse zum Aufladen des Mobilphones gab es auch nicht. Essen war ordentlich, aber von der Menge her eher ein Angebot zum Abspecken.

Gelandet bin ich dann mitten in der Nacht, die Grenzformalitäten waren kein Problem, also ein 90 Tagesstempel für den Argentinienaufenthalt im Pass.

Jetzt noch den frühen Morgen abwarten und weiter mit dem Schiff um 8.10 Uhr. Um 6.00 Uhr bin ich mit einem Shuttlebus los, für den direkt im Flughafengebäude Tickets in die City verkauft werden. Ein kurzer Fußweg zum Hafen – und dann sah ich eine ellenlange Schlange zum Einchecken. Ca. 50 Leute vor mir und nichts ging voran. Meine Hoffnung: die werden nicht abfahren, wenn die Schlange nicht abgearbeitet ist. So war es dann auch. Noch Ausreise aus Argentinien und raufaufs Schiff. Ich glaube, noch ca. 10 Leute kamen nach mir dran. Das mir, die gern die Dinge rechtzeitig erledigt.

Meine erste Lektion in Sachen Gelassenheit: das nächste Schiff fährt auch noch und ich habe zukünftig Zeit, Zeit, Zeit.

tja, und dann kamen wir an in Colonio, Gepäck nochmal gecheckt, aber keine Grenzkontrolle. Auch im Bus nicht und auch nicht bei der Ankunft in Montevideo. Jetzt habe ich keinen Einreisestempel nach Uruguay. Die Aukunft, die ich dazu erhalten habe: ich werde keine Schwierigkeiten kriegen, wenn ich zurück nach Argentinien will. Nur nach Brasilien oder zurück nach Deutschland kann ich so nicht. OK, das entspricht meinen Plänen, also bleibe ich mal gelassen.

Jetzt nur noch ein Taxi zur Unterkunft und nach 36 Stunden ab Abflug bin ich da, wo ich hin wollte. Montevideo Altstadt – und wo ist jetzt die Unterkunft? Kein Schild, das mir zeigt: hier bin ich richtig. Hmmm….

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Erster Einblick in die Straße meiner Unterkunft