Cabo Polonio

So, in Montevideo ausgeschlafen, war ich bereit, die etwas abgelegenere Küste Uruguays zu entdecken. Zunächst auf nach Cabo Polonio. Es fahren 2 Busse täglich ab Tres Cruzes, dem Busbahnhof in Montevideo. Vor der Abreise hab ich mir noch etwas Geld gezogen, weil ich danach erstmal an keinen Automaten mehr kommen werde. Außerdem habe ich mich noch – ohne nennenswerte Spanischkenntnisse – mit einer Simkarte von Movilstar ausgestattet. Die Kommunikation lief über ein Übersetzungsprogramm und der Mitarbeiter hat gleich alles eingerichtet. Ganz praktisch, weil ich dadurch auch ohne wlan zukünftig eine Übersetzungshilfe zur Verfügung habe.

Die Fahrt verlief ohne größere Vorkommnisse bis zum Umstieg direkt nach Cabo Polonio. Dort geht es, nach Kauf eines weiteren Tickets, mit einem LKW weiter über eine Dünenpiste.

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Umstieg auf den LKW

Ein Hostel hatte ich vorab besorgt und auch schon von zuhause eine Anzahlung geleistet.  Also alles vorbereitet und vor Ort auch gleich gefunden. Der Eigentümer kam nach 5 Minuten und zeigte mir mein Zimmer: einfach und dafür nicht sonderlich günstig, aber die Atmosphäre in dem Naturschutzgebiet hatte mich gereizt, hier ein paar Tage zu bleiben und wirklich in der Weltreise anzukommen.

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Meine Unterkunft für 4 Tage

Cabo Polonio ist sehr speziell, eher ein Aussteigerdorf, aber – so wurde mir gesagt – in der Saison mit tausenden Tagesgästen. Jetzt war noch Vorsaison und fast alles geschlossen.

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Ein typisches Haus in der Dorfmitte

Wunderschön am nächsten Morgen der Sonnenaufgang am Leuchtturm mit den Seelöwen auf den Felsen. Und die Spaziergänge am Meer, ein Traum, wenn man direkt aus dem November in Deutschland kommt. Zu sehen war auch eine Kunstinstallation: die „Müllwelle“, gestaltet aus allem Müll, der dort an der Küste anlandet. Grundsätzlich wird in Cabo Polonio Müll getrennt und auch sonst – soweit ich das sehen konnte – klimapolitisch bewusst gehandelt, also Windmühlen zur Stromerzeugung etc.

Begrenzt sind die Einkaufsmöglichkeiten: ein Laden mit Bedienung, in dem man sagen oder wie ich zeigen muss, was man haben möchte. Frische Sachen sind nur wenige da, ein Salat war z.B. nicht zu haben. Es gibt grundsätzlich noch einen anderen Laden, aber der hatte nicht geöffnet.

Fazit: Mir hat Cabo Polonio gefallen, allerdings waren wir die weiteren Traveller etwas zu jung, und oft in Geuppe. Insofern waren dann 4 Tage dort auch genug Zeit.