Im Norden Salto – Übergang nach Argentinien

Nach der Ökoranch nähere ich mich meinem nächsten Zielland Argentinen. Vorher will ich mir noch Salto ansehen, eine der großen Städte in Uruguay. Dort soll es auch Thermalquellen geben. Auf dem Weg zu den Iguazu-Wasserfällen ein guter Zwischenstop.

Am ersten Tag nach der Ankunft – eher in einem Vorort, aber in Richtung Thermalquelle von Dayman – mache ich mich auch auf zu dieser Quelle. Erstmal geht es daum, den richtigen Bus zu finden. Meine Vermieterin hat mir den Platz und die Uhrzeit genannt, aber da tut sich nichts. Nach 20 Minuten kommt dann doch der Bus mit „Dayman“ im Fenster, also eingestiegen und los gehts. Nach ca. 20 km steigen die ersten anderen Fahrgäste aus, aber das kann es noch nicht sei, abwarten…. 5 Minuten später sind nur noch wenige andere im Bus und die steigen aus, also wird es hier wohl sein? Ich folge den anderen. Da sehe ich einen Eingang, der mir nach Therme aussieht, also rein.

Es gibt auch eine Umkleide und danach entdecke ich einige Thermalbäder. Außer mir sind noch wenige andere hier, aber abgetrennt sehe ich viele Familien mit Kindern und Erwachsenengruppen. Ich bin froh, dass ich diesen Part der Anlage erwischt habe. Ein wirklich entspannter Tag in Becken mit unterschiedlicher Hitze. Am Ende, und weil es immer heißer wird, dann das kleine Schwimmbecken mit ca. 23 Grad und einer Lesestunde auf der Liege.

Danach noch etwas rumgebummelt und dann sah ich auch, was das Nachbargrundstück war: die eigentliche Therme. Ich kann nur empfehlen, die kleine Variante zu wählen.

Der Originaleingang – für mich keine echte Option

Gegen das Magenknurren noch ein Asado zum Ende des Ausflugs und dann zurück nach Salto.

Am nächsten Morgen will ich in die Stadt, aber nochmal im Busterminal vorbei gucken, um die weiteren Busfahrten klarzumachen. Als ich da bin, merke ich, dass mir die ungeordnete Situation mit bzw. ohne Einreisestempel in Uruguay doch zu schaffen macht. Was, wenn ich alle folgenden Sachen klarmache und nicht aus Uruguay rauskomme? Also kurzentschlossen ein Ticket auf die ander Flussseite nach Concordia (Argentinien) gebucht, um zu sehen, was die Migration mit mir macht. Um 14.00 Uhr geht der Bus zunächst über eine Brücke über den Rio Uruguay und dann ist auch die Migration da. Aussteigen und in der Schlange anstellen. Die Angestellte der argentinischen Einreise schaut sich meinen Pass an und nach einigem Überlegen geht sie zu ihrem uruguayischen Kollegen. Einiges hin und her, ich bin dann auch die letzte der Buspassagiere, dann bekomme ich den Einreisestempel. Geholfen hat wohl, dass ich noch den Ausdruck der Schiffsüberfahrt nach Colonia vorzeigen konnte. Danach wurde der Bus noch auf verbotene Artikel zur Einreise, wie Obst, Gemüse, Fleisch, Eier etc. gecheckt und dann fuhren wir über die Grenze. Ein kleiner Stein fiel mir schon vom Herzen…

Das, was ich danach von Concordia mitgenommen habe, ist ein ruhiger Ort ohne viel Leben. Abends dann ohne Probleme zurück über die Grenze.

Salto ist für mich über die Tage ein Rätsel geblieben. Mag sein, dass es an meiner etwas abseitigen Unterkunft lag, aber eigentlich glaube ich das nicht. Es gibt eigentlich keinen Stadtkern, sondern nur zwei Einkaufsstraßen, in denen sich die Menschen treffen. Dann kann man noch am Fluss spazieren gehen, aber auch da kommt man sich etwas verloren vor. Eine merkwürdig Stadt…

Spaziergang am Fluss