Marmorhöhlen auf dem Weg nach Norden

Erste Hürde: ich bekomme keine Überfahrt über den See gebucht (Büro ist geschlossen und grundsätzlich nur wenige Tickets verfügbar) und damit auch kein Busticket. Glück im Unglück: die Tagestour zu den Marmorhöhlen entpuppt sich als Möglichkeit, über den Besichtigungsort Puerto Tranquilo direkt weiter nach Coyhayque zu kommen. Ich buche also nur die Hinfahrt und hoffe auf günstige Unterkünfte in Puerto Tranquilo.

Los gehts: 4 Stunden Holperstrecke im engen Kleinbus, aber mit einer super Aussicht auf den See und die dahinter liegenden Berge. Kurzer Halt in Puerto Tranquilo, Anlegen der Schwimmweste und gleich geht es weiter zum Bootsanleger. Und schon bin ich inmitten von Touristenströmen, die aber erstaunlich gut bewältigt werden. Mit 8 Leuten werden wir ins Boot verfrachtet, ein Guide macht eine kurze Ansage, was uns erwartet (in spanisch und damit für mich nicht so recht verständlich, aber ich muss ja nur abwarten…).

Nach ca. 5 Minuten Fahrt kommen schon die ersten Marmorblöcke in Sicht. Wir fahren kurz ran und knipsen, was das Zeug hält. In manche Höhlen können wir reinfahren und dort auch das Marmor anfassen. Alles in superblauem, klarem Wasser. Ja, die Höhlen sind besonders und auch wenn es beschwerlich ist sie zu erreichen, lohnt es sich nach meiner Einschätzung.

Insgesamt sind wir knapp 1 1/2 Stunden auf dem Wasser. Nach der Tour muss ich sehen, wie es heute noch weiter geht. Erstmal vom Anleger zum meinem Rucksack beim Tourveranstalter. Und dann werde ich schon nach 10 Metern Wegstrecke angesprochen, ob ich nach Coyhaique möchte. Ja… „der Bus fährt um 16.00 Uhr“. Ich bezahle gleich in cash die Fahrt, gut 16 €, und genieße noch die Restzeit am Strand und im kleinen Örtchen Puerto Tranquilo.

Es folgt erneut eine 4-stündige Holperstrecke im Kleinbus. Ich bin einigermaßen gerädert, als wir in Coyhaique ankommen. Geht es über Nacht noch weiter? Was, wenn nicht. Ich habe schließlich nichts gebucht.