Kurz besucht: Santiago

Ich will mit der Metro fahren. Am Ausgang des Busbahnhofs finde ich einen Schalter, der mir die sogenannte bip!card verkauft und auch gleich für ein paar Pesos auflädt. Damit bin ich gerüstet für den Nahverkehr. Ich muss von der Station Central nach Santa Lucia. Also auf in die Linie 1.

Also das hat schon mal gut . Jetzt noch 600 Meter Fußweg und ich stehe vor dem Eingang zur Apartmentanlage mit Pförtnerloge. Mein Host ist auch schon im Anmarsch und auf geht’s ins Apartment. Ein bisschen dunkel, aber sonst ist alles da und zu meiner Zufriedenheit. Und als Highlight: ein kleiner Pool mit Ausblick über die Stadt im 22. Stock.

Jetzt aber erstmal los, Kleinigkeiten einkaufen und die Markthalle für ein kleines Mittagsmahl besuchen. Hier gibt es eine Riesenauswahl an Muscheln und sonstigem Meeresgetier, was auch gleich in kleinen Restaurants verköstigt werden kann. Ja, das gefällt mir:

Danach noch ein kleiner Rundgang und dann aber auch nach der langen Busfahrt Ausruhen auf der Couch. So darf es gern sein.

Am nächsten Morgen genieße ich einfach nur Pool und Aussicht. Das reicht, denn ich will am nächsten Tag schon frühmorgens zum Flughafen. Dafür habe ich mir die U-Bahn zurück auf der Linie 1 und einen Flughafenbus ab Station Pajaritos ausgeguckt.

Um 6.00 Uhr gehe ich los, noch im Dunklen. Auf der Straße sehe ich ein Auto auf dem Dach liegen, viel Blaulicht drumrum. Ein fieser Unfall. Zwei Minuten später werde ich von einem Passanten angesprochen, ob ich englisch sprechen würde. Hmm, etwas spookey hier alles. Ich solle aufpassen, die Gegend sei nicht sicher. Das hatte mir gerade zu meiner Stimmung noch gefehlt. Die U-Bahn ist erreicht – unbeschadet. Leider hatte ich übersehen, dass sie am Sonntag erst ab 8.00 Uhr fährt. Jetzt reicht es, ich sehe ein Taxi, der Fahrer sieht vertrauenswürdig aus. Also rein und ab zum Flughafen. Geschafft! Und viel zu früh…