Drei Wochen später – Copacabana am Titicacasee

Die letzten Wochen waren etwas anstrengend. Ich bin nach dem Ausflug auf die Osterinseln direkt nach Valparaiso gefahren, dann über Copiapó nach Arica. Von dort nach Putre und über La Paz bin ich jetzt in Copacabana/Bolivien gelandet. Heute stand ein Ausflug auf den Kalvarienberg auf dem Programm, morgen will ich auf die Isla del Sol. Seit gut einer Woche bewege ich mich auf ca. 3600 m Höhe. Noch immer bin ich schnell aus der Puste, aber es wird besser.

Eine unangenhme Darmgeschichte hatte mir einige Tage insbesondere in Valparaíso zu schaffen gemacht. Dann hat sich die noch fällige Kautionszahlung für meine Wohnung in Hamburg glücklicherweise auf dem Konto eingefunden. Nicht so glücklich entwickelt sich allerdings ein Konflikt um meine Betriebsrente, der mir im Moment schon ganz schön zu schaffen macht. Immerhin geht es hier um das restliche Rentnerinnendasein. Zufriedenstellendes Leben oder am Rande dessen, was gerade noch geht – das ist hier die Frage, die sich erst jetzt und unerwartet nach dem Rentenbeginn stellt.

Tja und all das und zuweilen ein grottiges Wlan hat mich dann auch gehindert, in den letzten Wochen kontinuierlich von der Weltreise zu berichten. Außerdem macht sich eine gewisse Erlebnissättigung bemerkbar. Es ist ein bisschen wie guter Duft. Er verflüchtigt sich und wird nicht mehr so wahrgenommen wie noch am Anfang. Ich merke, dass mich wundervolle Landschaften zwar immer noch begeistern, aber es stellt sich ein Gefühl ein, dass ich dem Grandiosen nicht mehr die gebührende Achtung entgegen bringen kann. Ich habe auch deshalb Zwischenstops eingelegt an Orten, die mich „runterkommen“ lassen. Arica war so ein Ort: Strand, ein nettes Apartment und selbstgekochtes Essen. Das reichte für die Woche, die ich dort war.

Hier aber nun doch noch eine Fotoreihe der letzten Stationen:

Das bunte Valparaiso

Abhängen in Arica

Putre und Nationalpark Lauca

Kalvarienberg in CopacaBana