Von Cusco nach Panama – Guna Yala (San Blas-Inseln)

Landung morgens um 8.00 Uhr, abgeholt werde ich von meinem Vermieter, der mich auch glich zur Unterkunft bringt. Es geht über den Panamakanal! Aber ich bin zu müde, um an Ausflugsaktivitäten zu denken. Das einzige, was ich noch schaffe ist, mir einige US-Dollars aus einem Automaten zu ziehen und dann „Gute Nacht“.

Der nächste Morgen beginnt früh. Um 5.30 Uhr werde ich abgeholt und mit einigen anderen Reiselustigen zur Bootsabfahrt auf die Guna Yala (San Blas-Inseln) kutschiert. Die Inseln werden von den Kuna autonom verwaltet, was bei der Anfahrt bedeutet, dass wir eine Grenze passieren, Ausweis vorzeigen und 20 Dollar Eintrittsgeld bezahlen. Weiter geht die Fahrt, die Strecke scheint mir bei einer Achterbahn abgekupfert. Steil rauf und runter und gleich um die nächste Ecke. Der Fahrer erzählt, dass hier schon mehreren Gästen schlecht geworden sei. Aber die Gruppe hält sich gut und nach einer Stunde auf und ab sind wir am Hafen. Hier werden die Gäste auf die Boote verteilt, je nach angesteuerter Insel. Für mich geht es nach Chichime, wo eine kleine einfache Hütte auf mich wartet.

Die Insel kann binnen einer knappen halben Stunde problemlos umrundet werden. Aber ich hole erstmal meine Hängematte raus und hänge sie auf. Nach einem Blick nach oben zu den Kokosnüssen, wechsele ich aber nochmal den Standort. Lebensgefahr!

So gehen vier Tage hin mit gutem Essen, zweimal gabs sogar frischen Hummer, und viel Gemächlichkeit.

Gestört allerdings von Wochenendtagesgästen, die geneigt sind, die kleine Fläche zur Partyinsel umzufunktionieren. Aber am Abend wird es wieder ruhiger. Ein Ausflug am Nachmittag ist noch Teil des Pakets. Es geht in die Inselwelt. Und dann dürfen wir an einer seichten stelle das Boot verlassen. Ein merkwürdiges Gefühl, mitten im Meer im Flachwasser spazieren zu gehen, Muscheln und Schnecken zu beobachten.

Am vierten Tag geht es nachmittags zurück. Ich will noch vor Abflug in den Regenwald. Also lasse ich mich zum Busbahnhof in Panama City bringen und steige in einen Nachtbus. Nicht zu vergleichen mit den komfortablen Südamerikabussen. Es ist eiskalt von der Klimaanlage, der Sitz ist ein Semicama, also kaum nach hinten zu bewegen und eng ist es auch noch. Aber nach 7 Stunden bin ich in David. Und 2 Stunden später in Cerro Punta, von wo aus ich eine Wanderung zu den Quetzales unternehmen will. Am nächsten Tag, jetzt erstmal ankommen und auspacken.

Am nächsten Morgen geht es los. Ich dachte eigentlich bergab, aber nichts da, eine Stunde bergan bis zur Kontrollstelle. Hier Name und Uhrzeit eintragen und auf geht es, jetzt auch wirklich bergab – aber so richtig und glitschig vom Regen des Vortags ist es auch noch. Gut ist, es scheint die Sonne und hinter mir ist noch ein Guide mit seinem „Schützling“. Das wird mir schon nach kurzem zum Vorteil. Ich bleibe immer wieder zwischendurch stehen, um einen Quetzal ausfindig zu machen. Klappt aber nicht. Gerade will ich mich an den Guide wenden, um ihm das trostlose Unterfangen zu berichten. Da zeigt er schon mitten in den Wald. Und wir sehen den Quetzal und kurze Zeit später auch das Weibchen dazu. Wow!!! Ein guter Tag, komme, was wolle.

Was kommt, ist eine ordentliche Anstrengung, die Geräusche eines Brüllaffen und tolle Landschaft.

Und am Ende nochmal Glück, denn als ich mich am Ende der Tour auf den Weg zur nächsten Stadt mache, kommt mir ein Colectivo entgegen. Einsteigen und ab nach Buquette – David und wieder rauf zum Cerro Punta.

Am nächsten Morgen Abschied und Rückfahrt zum Flughafen. Deutschland ich komme, aber Panama ich bin gleich wieder da.

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