Jetzt geht es nach La Fortuna zum Arenal

Von La Fortuna aus möchte ich den Arenal so nah wie möglich sehen. Ich habe deshalb eine Treckingtour durch den umliegenden Dschungel zu den Lavafeldern gebucht. Ich hoffe natürlich auf einen schönen Blick auf den Vulkankegel. Aber bei der Ankunft ist der Himmel bedeckt und den Tag danach auch noch. Der Ausflugstag beginnt jedoch vielversprechend. Es ist fast wolkenfrei, also schon mal lieber schon vor der Abfahrt einen Schnappschuss auf den Vulkan gemacht, wer weiß, was wird…

Zweimal wird noch auf der Fahrt gehalten, einmal, weil der Fahrer morgens in den Bäumen ein Faultier gesehen hatte und wir uns das natürlich nicht entgehen lassen wollten, leider ist es dann doch schon weg, und danach noch an einem Supermarkt für alle, die sich noch nicht mit Essen und Getränken eingedeckt hatten.

Und dann geht der Aufstieg zu den Lavafeldern los. Das hatte ich mir nach den letzten Nationalparkwegen irgendwie leichter vorgestellt. Aber es geht auf steilem Weg in einer ordentlichen Geschwindigkeit bergan über Stock und Stein. Außer mir sind nur noch junge Leute in der Gruppe und da habe ich dann doch meine Schwierigkeiten mitzuhalten. Ich bitte den Guide, etwas langsamer zu gehen – was schon etwas an meiner Ehre kratzt – aber das Tempo wird nur marginal langsamer. Und ich weiß noch nichtmal, warum wir so hetzen… so kann ich noch nichtmal rechts und links auf kleine oder größere Tierchen achten. Aber so recht zeigen sich auch keine Tiere. Außer einem Frosch sehen wir eigentlich nichts. Aber dann verlassen wir die Baumgrenze und der Blick auf den Arenal wird sichtbar bei richtig blauem Himmel und guter Sicht auf die ganze Umgebung. Das entschädigt!

Runter geht es dann auf einem anderen Weg, der deutlich leichter zu begehen ist. Wir sind dadurch recht schnell wieder unten an dem See, der auf einem der Bildchen zu sehen ist. Hier wird eine Badesession eingelegt, das Wasser ist angenehm temperiert, gut zum Abkühlen, aber auch gut aushaltbar. Nach einer Mittagspause soll es noch zu heißen Quellen gehen. Aber ich bin ziemlich kaputt und das eine Bad reicht mir eigentlich auch. Zusätzlich kommt eine dicke Gewitterfront auf uns zu. Alee anderen wollen dennoch weiter, deshalb organisiert mir unser Guide eine Mitfahrgelegenheit na La Fortuna. Und auf der Fahrt kommt dann das Gewitter so richtig in Schwung. Ich bin froh, dass ich das Tourende so gewählt habe – auch wenn ich in La Fortuna noch 300 m durch den Schauer laufen muss. Ein Bad bei dem Gewitter – keine gute Idee.

Am nächsten Morgen habe ich eine weitere Tour gebucht. Heute will ich mit dem Schlauchboot auf einem Fluss die Tierwelt der Umgebung erkunden. Wir sind neben dem Guide noch ein Ehepaar und eine Familie mit zwei Kindern. Der Guide bestimmt die Sitzplätze im Boot. Ich sitze ganz vorne, habe einen guten Blick und brauche nicht zu paddeln. Das geht schon mal gut los. Der Fluss hat nur einige kleinere Stromschnellen und ich merke bald, dass das mit dem Schlauchboot nicht so gefährlich ist – oder wir werden gut gesteuert, das kann natürlich auch sein. Jedenfalls kann ich die Fahrt recht entspannt genießen, wenn da nicht der doch etwas unbequeme Sitz wäre.

Rechts das Blaue ist unser Boot

Auf der Fahrt sehen wir Affen, Eulen, Krokodile (ja, auch die gibt es im Fluss), Basilisken und andere Echsen.

Nach der Bootsfahrt gibt es noch einen kleinen Snack auf einem Bauernhof. Wir können dort auch Kakaobohnen aus eigener Ernte und einen selbstgebrannten Schnaps probieren. Ein schöner Abschluss dieses Ausflugs, der auch wieder bei gutem Wetter stattgefunden hat.

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