Uruguay zusammengefasst

Uruguay ist nach meinem kleinen Eindruck ein wunderbares Land, ohne weltbewegende Sensationen. Aber das macht das Land auch gelassen und sympathisch für einen Aufenthalt, der nicht auf „Großartiges“ angelegt ist. Also wunderbar für einen Weltreiseanfang – zum Runterkommen, in neue Gegebenheiten einleben, ein erstes Verständnis für südamerikanische Kultur aufbauen.

Die Pampa – Besuch einer Öko-Ranch

Punta del Este frühmorgens hinter mir gelassen, kurzer Zwischenstop in Montevideo und auf gehts mit dem Bus nach Tacuarembó. Laut Reiseliteratur „die Pampa schlechthin“. So richtig weiß ich aber gar nicht, was ich darunter zu verstehen habe, außer Farmland und relativ weite Flächen. Und genau so sieht die Gegend vom Bus aus auch aus.

Und dann doch das, was irgendwie da sein soll, aber auch irgendwie kitschig scheint: Reiter, die auf ihren Farmgrundstücken Kühe zusammentreiben. Mein erster Gedanke ist: „Jetzt bin ich im Film gelandet.“ Bonanza – Ponderosa – Little Joe, für alle in meinem Alter ein Begriff für erste Serien. Weiterlesen „Die Pampa – Besuch einer Öko-Ranch“

Das etwas andere Uruguay – Punta del Este

In „Punta“ (wie die Insider angeblich sagen) angekommen, stehe ich nach 200 Metern auch schon vor meinem Hotel. Es ist noch morgens, aber ich kann schon mein Zimmer beziehen. Erster kleiner Schock: eine „Aussicht“, die mich das immer noch stürmische und regnerische Wetter vergessen lässt. Der allumfassende Blick auf die Wand des Nachbarhauses. Nun ja, das Zimmer war preiswert und ist zentral. Die Nachteile sind als Weltreisendenschicksal abgehakt.

Spanischkurs in Atlántida

Nach einer Woche Eingewöhnung wird es Zeit, ein wenig dafür zu tun, dass ich die Menschen hier besser verstehe. Schon von zuhause hatte ich einen Spanischkurs angeleiert, jetzt lese ich, dass sich keine weiteren Leute gefunden haben. Also bin ich die folgende Woche allein mit meinem Lehrer Juan. 

Aber erstmal muss ich sehen, wie ich auf der Fahrtroute von Punta del Diablo nach Montevideo in Atlántida aus dem Bus komme.

… und Punta del Diablo

Noch weiter gen Osten liegt Punta del Diablo, ebenfalls eher ein überschaubarer Backpacker-Ort. Das nächste Ziel der Reise… Wieder mit dem Bus unterwegs, diesmal aber nur ca. 1 1/2 Stunden nach der unumgänglichen LKW-Tour zurück aus dem Nationapark. Leider hatte ich übersehen, dass der LKW just ab meinem Abreisedatum erst eine halbe Stunde später abfuhr, so bangte ich um meinen dann sehr knappen Anschluss. Unbegründet, was ich schon ahnte, denn in Uruguay sind die Leute durchweg freundlich und  um das Wohlergehen der Mitmenschen bemüht. Ein wirklich angenehmes Land zum Leben, besonders, wenn man Anhänger von Matetee ist. Denn mit der Matetasse sieht man hier offensichtlich übers Land verteilt alle rumlaufen. Keine Übertreibung, wie ich noch bei der Reisevorbereitung dachte. Weiterlesen „… und Punta del Diablo“

Cabo Polonio

So, in Montevideo ausgeschlafen, war ich bereit, die etwas abgelegenere Küste Uruguays zu entdecken. Zunächst auf nach Cabo Polonio. Es fahren 2 Busse täglich ab Tres Cruzes, dem Busbahnhof in Montevideo. Vor der Abreise hab ich mir noch etwas Geld gezogen, weil ich danach erstmal an keinen Automaten mehr kommen werde. Außerdem habe ich mich noch – ohne nennenswerte Spanischkenntnisse – mit einer Simkarte von Movilstar ausgestattet. Die Kommunikation lief über ein Übersetzungsprogramm und der Mitarbeiter hat gleich alles eingerichtet. Ganz praktisch, weil ich dadurch auch ohne wlan zukünftig eine Übersetzungshilfe zur Verfügung habe.

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Montevideo, kurz aber schön

Also, Taxifahrt zur Unterkunft La Perez, der Taxifahrer hielt und zeigte mir einen kleinen Fußweg zur die Fusgängerzone – kurz geradeaus und dann 20 Meter nach links – dann sollte ich endlich da sein. Ein Bett!

Kein Problem dachte ich, also drauflos… Dann stand ich vor der Hausnummer, geordert bei Booking.com und sah ein Haus, das zwar seh schön aussah, aber ein Hotel konnte das nicht sein. Nachfrage an der Ecke: Nein La Perez kenne man nicht (sowas verstand ich jedenfalls mit meinen Minispanischkenntnissen). Also nahm ich den Weg zuck zur genannten Adresse. Was tun? Große Ratlosigkeit… telefonieren kam nur im absoluten Notfall infrage, denn das war mir mit deutscher Telefonkarte zu teuer und ehrlich gesagt fürchtete ich auch jemanden, der nur spanisch spricht. Weiterlesen „Montevideo, kurz aber schön“